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„Invaliden“ des SVHU erkämpfen viele Medaillen bei den Leichtathletik-Landesmeisterschaften |
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| Veröffentlichung am 04.07.2011 | |
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Leider hat die Leichtathletik-Abteilung des SVHU in diesem Jahr große Ähnlichkeiten mit einem Lazarett oder bestenfalls mit einer REHA-Klinik, denn sieben Leistungsträger sind verletzt oder haben noch mit Nachwirkungen von Verletzungen zu kämpfen. Obwohl die meisten Athleten bei den verschiedenen Landesmeisterschaften – falls ein Start überhaupt möglich war – ihre Disziplinen deshalb nicht nach ihren eigentlichen Stärken aussuchen konnten, sondern danach, was aus medizinischer Sicht erlaubt war, kann sich die Bilanz der bisherigen Sommersaison sehen lassen: 5 Landesmeister-Titel, 5 Silber- und 3 Bronzemedaillen, dazu noch mehrere Platzierungen auf den Rängen 4 bis 6, die mit Punkten für das alljährliche Vereinsranking belohnt werden.
So konnte in der Schülerklasse M 15 Maximilian Friedrich trotz Beeinträchtigung durch eine Knöchelverletzung seinen Titel im 100m-Sprint erfolgreich verteidigen. Dasselbe gilt für Sebastian Lange; auch er gewann im Diskuswurf und im Weitsprung wie im Vorjahr Gold und im Speerwurf Silber, obwohl er nach wochenlanger Pause das erste Mal in diesem Jahr wieder bei Landesmeisterschaften antreten konnte und noch nicht ganz beschwerdefrei war.
Bei der Jugend B, wo Hamburg und Schleswig-Holstein wieder eine gemeinsame Meisterschaft durchführten, durfte Markus Möckel verletzungsbedingt nur in den eher ungeliebten und schwächeren Wurfdisziplinen antreten. Trotzdem holte er im Kugelstoß Bronze und wurde im Speerwurf unerwartet sogar Landesmeister. Im Speerwurf blieb er auf dem Siegertreppchen nicht allein. Christian Beth, der vom THW Kiel zum SVHU gewechselt war und das erste Mal bei Landesmeisterschaften für seinen neuen Verein startete, feierte einen gelungenen Einstand: Neben Platz 3 im Speerwurf gelang ihm auch noch ein Vizemeister-Titel im Diskuswurf. Hendrik Precht komplettierte die Medaillensammlung der B-Jugendlichen dieses Mal mit Bronze im Weitsprung.
Zwar hatten die oben erwähnten Athleten sich eigentlich noch Chancen in anderen Disziplinen ausgerechnet, doch mussten sie auf weitere Starts wegen ihrer Blessuren verzichten. Besonders bitter war das Ausfallen der 4x100m-Staffel der Schüler, denn dort zeigte das Ergebnis, dass die SVHU-Sportler eindeutig Favoriten gewesen wären.
Topfit sind dieses Jahr dagegen die Mittelstreckenläufer. Jan Richter (M 15) wurde wieder unangefochten Landesmeister über 1000m. Seine Zeit von 2:43,90 min darf ihn auf einen Platz im Disziplinkader „Lauf“ des SHLV hoffen lassen, denn er unterbot mit dieser Zeit den vom DLV empfohlenen Richtwert. Außerdem versuchte er sich erstmals über andere Distanzen. Über 3000m wurde er in einer ausgezeichneten Zeit Zweiter hinter seinem Dauerrivalen, der allerdings auf dieser Strecke einer der Besten in Deutschland ist. Die gleiche Platzierung gelang ihm bei seinem „Hochstarten“ bei der Jugend B über 800m. Auch die gleichaltrige Camille Dietzel errang bei der bis zu zwei Jahre älteren Konkurrenz der WJ B über 1500 m die Silbermedaille. Dieser Erfolg von ihr kam aber nicht völlig überraschend, denn sie konnte am 1. Mai beim Kaltenkirchener Stadtlauf ihre Topform mit einem neuen Landesrekord in der Altersklasse W 15 über 5 km unter Beweis stellen. (Zwar wurde dieser Rekord inzwischen noch einmal verbessert; aber vielleicht kann Camille in dieser Saison noch einmal kontern.)
Punkte für das Vereinsranking sammelten außerdem noch Till Böhme und Malte Buschbeck (MJ B) im 1500m-Lauf, Finn Drümmer (M 15) im Weitsprung und im Blockwettkampf Wurf sowie Christian Beth im Kugelstoß und Markus Möckel im Diskuswurf.
Siegerehrung im Speerwurf der männlichen Jugend B mit Markus Möckel (Gold) und Christian Beth (Bronze)
gm

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