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SVHU-Leichtathletik: Vier Nominierungen für die SHLV-Auswahlmannschaft und der Landesmeistertitel im Mannschaftscup der A-Schüler

Leichtathletik
Veröffentlichung am 05.10.2010
News >> Leichtathletik

Das hervorragende Abschneiden des SVHU-Leichtathletiknachwuchses in diesem Jahr (u.a. 21 Landesmeistertitel, ein Deutscher Meister sowie mehrere Landes- und  Kreisrekorde) wurde vom Landesverband durch die Nominierung von gleich vier Athleten für den Norddeutschen Schüler-Verbändevergleich honoriert. Dort kämpfen pro Disziplin bis zu zwei Athleten für ihr Bundesland, jeder Athlet darf aber nur in höchstens zwei Einzeldisziplinen und in der Staffel antreten. Vom SVHU wurden Sebastian Lange, Maximilian Friedrich, Luke Timmermann und Markus Möckel ausgewählt, um für Schleswig-Holstein „Ehre einzulegen“. Dabei ist besonders die Nominierung der drei Erstgenannten erwähnenswert, da sie noch dem jüngeren Jahrgang der A-Schüler angehören und natürlich meistens den normalerweise leistungsstärkeren älteren Athleten der Vorzug gegeben wird.

Sebastian konnte leider verletzungsbedingt an diesem Wettkampf nicht teilnehmen, aber die drei anderen fuhren Anfang September mit der schleswig-holsteinischen Auswahlmannschaft nach Berlin. Dort konnten sich ihre Leistungen sehen lassen. Maximilian war zwar „nur“ für die Staffel nominiert, konnte aber den 100m-Sprint außer Konkurrenz mitlaufen. Diese Möglichkeit nutzte er, seine Siegerzeit von der Landesmeisterschaft noch einmal um 13/100 sec zu verbessern. Mit seiner neuen Bestmarke von 12,01 sec könnte er sogar einen Platz in der DLV-Bestenliste „ersprintet“ haben. Auch Luke konnte seine Weite, die ihm den Landesmeistertitel im Dreisprung eingebracht hatte, um mehr als einen halben Meter überbieten. 10,91 m bedeuteten nicht nur die drittbeste Punktzahl für Schleswig-Holstein, sondern gleichzeitig auch eine Verbesserung des Kreisrekords um 39 cm. Markus wurde mit  zwei Sprüngen von knapp 6 ½ m unangefochten Sieger im Weitsprung und belegte hinter einem von Deutschlands Top-Hürdenspezialisten mit einer Zeit von 11,03 sec über die 80m-Hürden-Strecke den zweiten Platz.

Am 19.9. lag schließlich die letzte Landesmeisterschaft des Jahres an, nämlich die im Mannschaftscup. Erstmals nach vielen Jahren gab es wieder genügend leistungsstarke Henstedt-Ulzburger Leichtathleten, um eine Mannschaft aufstellen zu können, die sogar in Anbetracht der vielen Erfolge nicht chancenlos war. Außerdem hatten diese Athleten ihre Stärken in sehr unterschiedlichen Disziplinen und im Mannschaftscup darf jeder Athlet nur in einer Disziplin und der Staffel antreten.

Doch das anvisierte „Dream-Team“, das bei der Landesmeisterschaft so erfolgreich abgeschnitten hatte, mit Maximilian Friedrich, Sebastian Lange, Tim Katzer, Markus Möckel, Jan Richter und Luke Timmermann schmolz unaufhörlich dahin. Maximilian musste noch einmal nach Berlin, denn er hatte sich mit der Fußballmannschaft des Alstergymnasiums für die Endrunde von JtfO qualifiziert, und Sebastian konnte wegen seiner Verletzung immer noch nicht starten. Zum Glück besaß Maximilian Mundt, der eigentlich Fußball spielt und nur „just for fun“ ein paar Trainingseinheiten in der Leichtathletik absolviert hatte, noch die DLV-Startberechtigung und konnte für den 100m-Sprint und die Staffel gewonnen werden. Doch am Morgen des Wettkampftages kam die nächste Hiobsbotschaft: Auch Luke fiel verletzungsbedingt aus.

Für die Mannschaft bedeutete dies: Der Weitsprung musste unbesetzt bleiben; man musste also bereits von vornherein mit dem Handicap antreten, in einer Disziplin die schlechteste Punktzahl und noch einen zusätzlichen Strafpunkt zu bekommen. Außerdem mussten die verbleibenden vier Athleten alle in der Staffel mitlaufen, auch Tim, der noch nie ein Staffelholz in der Hand oder Spikes an den Füßen getragen hatte. Aber trotzdem fuhr diese „Rumpftruppe“ nach dem olympischen Prinzip „Dabei sein ist alles“ nach Lübeck.

Doch – wie ein Sprichwort sagt - „wer wagt, gewinnt“. Als erste Disziplin stand gleich die gefürchtete Staffel auf dem Programm. Nach einigen taktischen Anweisungen des Trainers hinsichtlich der Staffelwechsel und zweimaligem Üben der Staffelübergabe wurde es Ernst.  Das Rennen war jedoch eine Riesen-Überraschung: Alles klappte wie „am Schnürchen“; die Staffelwechsel waren nahezu perfekt. So errang die Staffel des SVHU in dieser „Not-Besetzung“ nicht nur den Sieg, sondern erzielte mit 48,91 sec auch die zweitbeste Zeit, die je im Kreis Segeberg von A-Schülern gelaufen worden war. Nur ihre Vereinskollegen waren in anderer Besetzung im Juli schneller gewesen und hatten ihr dadurch den Kreisrekord und auch den ersten Platz in der diesjährigen Landesbestenliste schon „vor der Nase weggeschnappt“. (Leider taucht jeder Verein in dieser Bestenliste nur einmal auf, sonst stünden zwei Staffeln des SVHU mit nahezu vollständig verschiedenen Besetzungen ganz oben.) Außerdem gewannen Jan und Markus erwartungsgemäß über die 1000m bzw. 80m Hürden. Tim konnte hinter den beiden besten Kugelstoßern seiner Altersklasse in Schleswig-Holstein – wie erhofft - den dritten Platz belegen und Maximilian konnte trotz seiner Verletzung, die er sich bei einem Sturz nach der Staffelübergabe zugezogen hatte, im Sprint den erforderlichen Punkt beisteuern, der schließlich den Gesamtsieg und damit einen weiteren Landesmeistertitel bedeutete. Dass diese vier Athleten sich den Titel mit der Mannschaft aus Kiel „teilen“ mussten, war zweitrangig, denn die Kieler hatten alle Disziplinen besetzen können.

So sorgten Tim Katzer, Markus Möckel, Maximilian Mundt und Jan Richter für eine weitere Sensation aus SVHU-Sicht und ein weiteres Highlight zum Saisonende.

gm

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